Freitag, 19. September 2014

Mittagspausentrödelgrüße

Vielleicht will der ein oder andere hinkommen.

Am Sonntag findet wieder der schillernde Trödelmarkt statt, über den ich schon zweimal schrieb, ihr erinnert euch. Trödelmarkt am Schillerplatz, direkt hier um die Ecke.

Ich werde da sein, ich habe nämlich wieder einen Stand dort.
Allerdings verheißt der Wetterbericht nichts gutes.... Regen, Regen, Regen....

Also brauche ich ein Dach und so wie es aussieht, kann der Torsten mir eins leihen. Das ist natürlich sehr gut. Gummistiefel habe ich auch.

Ich habe wieder tagelang Sachen in meine Trödelkisten gepackt, es findet sich so viel zwischen Keller und anderem Keller und Flur und Wohnung. Dinge, die ich zunächst aufhob, vieles von unseren lieben Nachbarinnen, viele Erinnerungen auch. Manches behalte ich, das kann einfach nicht mit auf den Trödel. Aber anderes muss man weitergeben, weiterreisen lassen, zu neuen Menschen in ein anderes Leben....

Also bin ich gespannt:
Wer wird kommen?
Wie wird das Wetter?
Was werde ich verkaufen?
Werde ich auch etwas kaufen? (Ich habe es nicht vor.... aber manchmal entdeckt man was.... ihr kennt das.... )
Werde ich alte Bekannte entdecken?
Oder neue Bekanntschaften machen?

Vielleicht treffe euch auch einen von euch Mitlesern!

Bis Sonntag dann also! :)

Freitag, 12. September 2014

Mittagspause im Walde

Als Ruthie das erstemal alleine "Im Walde von Toulouse" sang, da lag sie auf der Fensterbank, tat so als wäre sie schrecklich müde und müsse sich nun selber ein Schlaflied singen.
Das hörte sich dann so an: Ouuuuuuuu........ Pa!
(Übersetzung: im Walde von Toulouse, da haust ein Räuberpack.)
Dann kam: pepepepepepepe pelli ne.
(Übersetzung: schnädereng peng peng schnädereng perline)

Inzwischen kann sie alle Strophen auf ihre ganz eigene Art singen.

Ich sang heute nur bis zur fünften, dann waren die Kinder bereits eingeschlafen.

Hier nun die Strophen für Elsie und andere Sänger:
1. Im Walde von Toulouse, da haust ein Räuberpack
2. Es waren ihrer fünfe, verborgen im Gebüsch
3. Sie sprachen zueinander: seht nach ob einer kommt
4. Sie sahen einen kommen, der ritt auf hohem Ross
5. Wo habt ihr eure Börse, wo habt ihr euer Geld
6. Ich habs in meinem Mantel, ich habs in meinem Rock
7. So gebt uns euren Mantel, so gebt uns euer Geld
8. Hier habt ihr meinen Mantel, doch lasst das Leben mir
9. Im selben Augenblicke, da kam die Polizei
10. Im Walde von Toulouse gibts keine Räuber mehr (diese Strophe singe ich immer sehr langsam und getragen! Jetzt kommen die erfundenen!)
11. Sie mussten ins Gefängnis für ein ganzes Jahr
12. Sie falteten dort Tüten, sehr viel an einem Tag
13. Und als sie wieder frei war'n, da freuten sie sich sehr
14. Sie gründeten ein Gasthaus, das heißt "Die Räuberei"
15. Dort gibt es leckren Kuchen und Kekse gibt es auch
16. Da geh ich mit euch allen bald mal hin

Dazwischen kommt natürlich immer noch der Refrain passend zur Strophe mit dem schönen schnädereng peng peng und perline usw.

Kann man, wie Elsie schon sagte, ganz gut googlen, die Ölbergkinder singen das sehr schön mit etwas anderem Text.

Ja, nun könnt ihr singen. Wenn ihr abends nicht einschlafen könnt, wenn eure Kinder nicht einschlafen können.... oder wenn sonst irgendwer einschlafen soll.

Klappt immer, ich habe es jetzt jahrelang getestet!

Liebe Grüße aus dem Walde von der Biba.

Donnerstag, 11. September 2014

Mittagspause *1*

Eigentlich ist es ja so:
Mittags habe ich immer Zeit. Und zwar dann, wenn ich alle Strophen von "Im Walde von Toulouse" gesungen habe und eventuell auch noch die Neuauflage vom dicken, fetten Pfannkuchen (meine Lieblingsstelle ist "... und lief kantapper kantapper noch tiefer in den Wald hinein....) erzählt habe.

Danach wird es nämlich hier im Bibazimmer wohltuend ruhig und alle meine Tageskinder schlafen. Sie haben jeder ihr Lieblingsbettchen mit einer (oder zwei) kuscheligen Decken, mit Kissen und Lieblingstier. 

Ja, und dann habe ich Zeit. Ich darf nur nichts Lautes machen. Saxophon üben scheidet genauso aus wie Spülmaschine aus- oder einräumen. Bücher lesen geht. Seiten umblättern ist für eines meiner Kinder (die mitlesenden Eltern werden ihr Kind erkennen!) schon fast wieder zu laut. 
Also lese ich auf meinem Ipad. Das ist leise und stört keinen. 
Ich lese in dem ein oder anderen Forum mit, ich lese Blogs, ich poste Fotos bei Instagram.

Überhaupt, Instagram!
Wunderbar!
Ich wusste ja bis vor kurzem nicht, dass es so schön sein kann, Fotos mit anderen zu teilen. 
Falls ihr mich suchen wollt, ich poste dort unter Biba_Hikue - ihr könnt ja mal reinschauen. 

Ja, Mittagspause. Manchmal esse ich auch was. Ganz leise. Oft esse ich aber auch mit den Kinder zusammen. Wenn ich niemanden füttern muss. Im Moment essen aber alle alleine. Und zwar richtig gut. Mit Gabel oder Löffel. Mit den Fingern geht aber auch. 

Mittags hätte ich also Zeit zum Schreiben hier.
Nur war mein Anspruch bisher, abends gemütlich das passende Foto zum passenden Text zu arrangieren und dann... naja, wir alle wissen, dass das nicht so funktioniert.

Denn abends sind andere Sachen dran. Da wartet mein Saxophon (ich müsste viel mehr üben!), da liegt diverses Spielzeug an unmöglichen Orten, da kommen meine eigenen (erwachsenen) Kinder, wir kochen zusammen (oder einer kocht und alle anderen essen nur! Der eine bin meistens ich...) und der Ehemann taucht ebenfalls auf. Gelegentlich muss man sich auch um die Wäsche kümmern, an zwei Abenden sind meine musikalischen Termine. Zwischendurch finde ich Nachtspaziergänge mit dem Ehemann auch ganz famos. Und aufräumen! Überall sind Spuren von fünf Leben und Spuren von all den kleinen Leben, die hier jeden Tag dabei sind.
So sieht das nämlich aus. 

Aber mittags! In der leisen Zeit, da könnte ich schreiben. 
Fotos (das klappt mit dem Ipad irgendwie nicht, vielleicht kann ich es ja noch üben) kann ich ja immer mal nachreichen. Da machen wir uns jetzt mal keinen Stress. Denn Stress ist ungesund. 

Gut, dann schicke ich das jetzt mal ab und wünsche euch auch eine stille und friedliche Mittagspause. 



Donnerstag, 14. August 2014

Fuchsi fehlt...

Der Kater unserer Patenkinder.

Lieber Fuchsi!
Du warst uns ein lieber Freund und treuer Kamerad. Ich freute mich immer, wenn ich vom Balkon meiner Mutter herunter schaute und dich im Garten entdeckte. Irgendwo da unten warst du immer.
Oft haben wir uns einfach nur eine Weile angeschaut.
Ein bisschen war ich ja allergisch gegen dich. Trotzdem habe ich dich gestreichelt. Nur einmal, da hast du mich aus Versehen angeniest. Danach musste ich auch ziemlich oft niesen. Aber das tat unserer Freundschaft keinen Abbruch. 
Du hast mich auch oft zum Lachen gebracht.
Damals war deine Familie im Urlaub und ich versorgte dich. In der Wohnung nebenan gab es ebenfalls eine Katze zu versorgen. Ich kümmerte mich also um beide. Um dich und um Nikita, Michaelas Katze. 
Zuerst ging ich zu dir. Neues Futter, neues Wasser usw., ein bisschen mit dir plaudern. Dann wolltest du raus. Ganz dringend!
Du entschwandest in den Garten und ich ging in die Nachbarwohnung zu Nikita.
Wer kam mir (grinsend!) entgegen, als ich die Tür aufschloss?
Du!
Schnell bist du über den Balkon geeilt und die Nikitawohnung geschlüpft.
Danach ging das dann tagelang so.
Ein lustiges kleines Katzenspiel.
 Du bist alt geworden. Fast 15 Jahre. Das ist viel.
Aber du warst nicht mehr gesund. Deine Kräfte waren begrenzt. Und zuletzt ging gar nichts mehr.
Das Katzenleben war vorbei.

Als du aufhörtest zu atmen, färbte sich der Himmel orangerot.
Deine Farbe!
Dein Himmel!
 Nun bist du also woanders.








Wir werden dich vermissen!

Montag, 28. Juli 2014

Der beste Taxifahrer

Wir waren in Breslau, in Wroclaw, in der Heimatstadt meiner Mutter, ja meiner ganzen Familie. Wir hatten nur gutes Wetter, es regnete erst, als wir abreisten.
Wir hatten den besten Taxifahrer, den man sich vorstellen kann.
Er fuhr uns durch halb Breslau, fand den besten Kantor für uns, erklärte uns vieles unterwegs, wies uns auf Sehenswürdigkeiten hin, drehte mehrere Runden durch Morgenau, bis wir die richtige Straße fanden, hatte gute Laune und ... nun lerne ich polnisch.
Ich muss es einfach lernen, denn im nächsten Jahr würde ich gerne mit Hendryk, dem netten Taxifahrer, reden können. Ich würde auch gerne manche Schilder lesen können und mit Menschen reden können und verstehen, was sie sagen....
Also probiere ich jetzt Babbel aus.
Lektion 1 und 2 und sogar 3 klappten ganz gut.
Bardzo dobrze!

Samstag, 19. Juli 2014

Ferien

Nun sind sie da - meine Ferien!
Zwei Tageskinder haben in den letzten Wochen Abschied gefeiert, zwei neue Kinder haben sich bereits vorgestellt. Nach den Ferien geht es in neuer Besetzung weiter.
Aber jetzt fahren erstmal alle irgendwohin. Die einen nach Holland, die anderen nach Frankreich, wir fahren (fliegen) nach Breslau!
Einen jungen Mann (drei, um ehrlich zu sein!) zum Mitreisen habe ich schon gefunden, weitere Bewerbungen sind daher zwecklos! :)







Es soll heiß werden in Breslau. Sehr heiß. Das sagt zumindest der Wetterbericht. Und ich vermute... er hat recht. Deswegen packen wir die Sonnenbrillen ein und lassen...
 ... Regenmäntel und Regenschirme zu Hause.
 Und für alle, denen es zu heiß ist...
 ... habe ich hier noch was Kühles!

Nehmt euch ruhig ein bisschen Schnee, ich habe noch mehr davon!

Fröhliche Ferien euch allen!

Freitag, 27. Juni 2014

Kreidezeit



Der Eimer mit der Straßenmalkreide stand lange im Flur, bevor er Preci heute wieder einfiel. Und schon lief sie überglücklich los, um zu malen. Es war sowieso ein sehr glückseliger Tag für sie. Beachtet bitte die rosa Flipflops! Lange gewünscht, heiß ersehnt und heute kamen sie mit der Post. Sie passen haargenau!
Auf der Straße gibt es herrlich viel Platz. Man kann riesige Kunstwerke malen, man kann seinen Namen üben und man trifft immer wieder nette Menschen, die stehenbleiben, die Bilder bewundern oder sogar höflich fragen, ob sie vorbei gehen dürfen.
Preci malte nicht alleine, auch Laura war mit dabei und sie teilten Kreide und eine kreative Stunde miteinander.
Ja, das Glück liegt hier! (Und nicht nur hier. Auch bei euch!)
Was man immer braucht: rosa Kreide (Prinzessinnenkleid!), gelbe Kreide (Krone!)!
Preci und ich werden noch drei Nachmittage miteinander verbringen, dann ist unsere Zeit vorbei...
Ich werde sie sehr vermissen!




Heute Morgen gab es dann ein neues Kreidewerk. 
Diesmal von Hannah!
Ich habe mich sehr gefreut!

In der Mittagspause, als alle Kinder schliefen und ich den Schlaf bewachte, hörte ich immer wieder Menschen am Fenster vorbei gehen, die halblaut lasen:

Das Glück liegt hier.... I love you, Mami....

Nächste Woche müssen wir neu malen, es regnet gerade sehr.....